Yannick erzählt: Mein Weg zur weißen Kitteljacke

Vom Umweg zum Ziel wie Yannick mit Mut, Ausdauer und Unterstützung seinen Traum verwirklicht

Wenn man mit Yannick spricht, spürt man sofort: Hier ist jemand, der weiß, wovon er spricht – und für wen er kämpft. Heute studiert er Humanmedizin an der Universität Witten/Herdecke. Ein Weg, der alles andere als geradlinig war. Doch gerade in den Herausforderungen seines Lebens fand Yannick die Kraft, weiterzugehen – und die Wilhelm-Jockel-Stiftung wurde dabei zu einem wichtigen Anker.

“Ich wollte einfach mal ganz normal sein.

Yannicks Bildungsweg beginnt unter schwierigen Umständen: Mit ADHS diagnostiziert und einer kleinen Schwester, die früh schwer krank wurde, wuchs er bei seiner alleinerziehenden Mutter auf. Die Krankheit seiner Schwester und die eigenen Herausforderungen führten dazu, dass Yannick einen Teil seiner Kindheit in einer Wohngruppe verbringen musste. Der Besuch eines privaten Gymnasiums war zunächst möglich, doch nach seiner Rückkehr nach Hause führte der Weg über eine Hauptschule – nicht etwa wegen mangelnder Leistung, sondern weil das System keine andere Möglichkeit zuließ.

Trotzdem kämpfte sich Yannick durch: Hauptschulabschluss, Realschulabschluss und später eine Ausbildung zum Notfallsanitäter. Doch der Traum vom Medizinstudium ließ ihn nie los.

Zwischen Schicksalsschlägen und Schulbank

Mit dem festen Ziel, doch noch das Abitur zu schaffen, beantragte Yannick eine Sondergenehmigung und besuchte ein berufliches Gymnasium in Darmstadt. Gleich zu Beginn dieser Zeit verlor er plötzlich seinen Vater – ein tiefer Einschnitt. Um seine Lebenshaltungskosten zu decken, arbeitete er nachts und am Wochenende weiter als Notfallsanitäter. Und trotzdem: 2021 machte er sein Abitur mit 2,0.

„Ich wollte mir und der Welt beweisen, dass ich es kann. Dass ich es wert bin.“

Dieser Wille trug ihn bis nach Witten – wo er 2022 das Medizinstudium begann.

Warum Förderung mehr ist als Geld

Die Wilhelm-Jockel-Stiftung unterstützt Yannick seitdem – nicht nur finanziell, sondern auch emotional. „Es gab nie Druck, nie das Gefühl, ich müsse etwas beweisen. Stattdessen bekam ich Vertrauen, Motivation und Zuspruch – das hat mich unglaublich gestärkt.“

Für Yannick ist diese Unterstützung ein Schlüssel zur Freiheit: zur Freiheit zu lernen, zu forschen und sich zu entwickeln – auch wenn man nicht aus privilegierten Verhältnissen kommt.

Mit Forschung für die Kindergesundheit – weltweit

Heute forscht Yannick zur Notfallversorgung von Kindern in Madagaskar. Er plant Auslandsaufenthalte, strebt eine Promotion im Bereich globale Kindergesundheit an – all das wäre ohne die Stiftung nicht möglich gewesen.

Seine Vision: Kindern eine Stimme geben, die sonst keine haben. Und jungen Menschen Mut machen, ihren Weg zu gehen – auch wenn er anders verläuft als geplant.

Ein Satz, der bleibt

„Die Stiftung ist wie eine Limonadenfabrik für all jene, die eine Zitronenplantage im Leben geerbt haben.“

Ein Satz, der viel über Yannicks Humor, seinen Tiefgang und seinen Weg aussagt. Und darüber, wie wichtig es ist, jungen Menschen Perspektiven zu geben – selbst (oder gerade dann), wenn sie nicht ins klassische Raster passen.

Danke, Yannick, für deine Offenheit und deinen Mut. Wir sind stolz, dich auf deinem Weg begleiten zu dürfen.

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